Die GRAWE Bilanz 2025 fällt deutlich positiv aus. Die Versicherungsgruppe profitierte von steigenden Prämien, einer hohen Kapitalausstattung und geringeren Unwetterschäden.

GRAWE-Generaldirektor Klaus Scheitegel und der Vorsitzende der GRAWE-Vermögensverwaltung Othmar Ederer präsentierten in Graz die Bilanz 2025 der Grazer Wechselseitigen. [Foto: GRAWE/Berger]
Die Grazer Wechselseitige Versicherung hat das Geschäftsjahr 2025 mit steigenden Prämien und einem höheren Ergebnis abgeschlossen. Die GRAWE AG erzielte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 96,7 Millionen Euro. Die GRAWE Group kam auf ein EGT von 202,4 Millionen Euro.
Das Prämienvolumen der Gruppe stieg um 6,7 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Auch das Eigenkapital legte zu: Es erhöhte sich um sieben Prozent auf 2,19 Milliarden Euro. Die Zahlen zeigen, dass die GRAWE in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld weiter gewachsen ist.
Auffällig bleibt die Kapitalausstattung. Die GRAWE AG wies per 31. Dezember 2025 eine Solvabilität von 309,4 Prozent aus. Die GRAWE AG hat also mehr als dreimal so viel anrechenbare Eigenmittel, wie sie nach den Regularien mindestens haben müsste. Die GRAWE Group lag laut Unternehmensangaben bei rund 250 Prozent.
Gestützt wurde das Ergebnis auch durch eine günstigere Schadenentwicklung. 2025 war für die GRAWE in Bezug auf Naturereignisse offenbar ein weniger belastendes Jahr. Geringere Unwetterschäden wirkten sich positiv auf die Bilanz aus.
Neben dem operativen Geschäft setzte die Gruppe auch strategische Schritte. In Graz kaufte die GRAWE bedeutende Innenstadtliegenschaften zu. Damit baut sie ihr Immobilienportfolio weiter aus. International wurde die Präsenz durch die Übernahme der Prime Insurance in Zypern erweitert. Das Unternehmen firmiert nun als GRAWE Cyprus und markiert den Einstieg der Gruppe als Erstversicherer in den zypriotischen Markt.
Die GRAWE Group betreute 2025 mehr als 2,5 Millionen Kundinnen und Kunden in 13 Ländern. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte sie rund 5.341 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Geschäftsjahr bildet zugleich eine Grundlage für das 200-Jahr-Jubiläum der GRAWE im Jahr 2028





