Der FairYoungStyria-Preis des Landes für Globales Lernen hat im Schuljahr 2025/26 erneut steirische Schülerinnen und Schüler motiviert, kreative und zukunftsweisende Projekte zu entwickeln, die globale Zusammenhänge sichtbar machen und lokale Lebensrealitäten mit weltweiten Herausforderungen verknüpfen.

Beim feierlichen Festakt im Weißen Saal der Grazer Burg zeichnete das Land Steiermark zehn Schulprojekte aus, die Nachhaltigkeit, fairen Handel, globale Verantwortung und Solidarität in den Mittelpunkt stellen.

Die Initiative gehört zur FairStyria-Bildungsoffensive für globale Verantwortung. Das Land Steiermark stärkt damit gezielt eine Bildungsarbeit, die über klassische Lehrpläne hinausgeht und Schülern die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen näherbringt. Jedes prämierte Team erhielt 500 Euro, um sein Projekt im Sommersemester weiter umzusetzen.

FairYoungStyria-Preis des Landes: Mutig den Horizont erweitern

Die Projekte behandeln unter anderem Produktionsbedingungen in der Textilindustrie, den fairen Handel mit Kakao und Schokolade, Wasser als globale Ressource, kulturelle Vielfalt und soziale Verantwortung. Die Jury würdigte besonders das hohe Engagement, den kreativen Zugang zu komplexen Themen und den Mut der jungen Menschen, über den eigenen Horizont hinauszudenken.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom betonte bei ihrer Rede beim FairYoungStyria-Preis des Landes
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom betonte in ihrer Rede den Wert von globalem Lernen: Nur wer globale Zusammenhänge versteht und mitdenkt, könne in einer vernetzten Welt verantwortungsvoll handeln. [Foto: Land Steiermark/Melanie Laimer]

Am 24. Juni 2026 präsentieren die Gewinnerteams ihre Projekte beim FairStyria-Tag im Joanneumsviertel in Graz einer breiten Öffentlichkeit.

FairYoungStyria-Preis des Landes: Mitgestalten an einer gerechten Zukunft

Der FairYoungStyria-Preis des Landes für Globales Lernen macht deutlich, wie Schulen in der Steiermark junge Menschen stärken. Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern fördern aktives Mitgestalten an einer gerechten und nachhaltigen Zukunft – lokal verwurzelt und global gedacht. Entscheidend bleibt, wie konsequent Schulen, Politik und Gesellschaft diese Stärken weiter nutzen.

Die nächste öffentliche Präsentation aller Gewinnerprojekte ist am FairStyria-Tag geplant, der am 24. Juni 2026 im Joanneumsviertel in Graz stattfindet und Interessierten die Ergebnisse näherbringt.

Die Preisträger beim FairYoungStyria-Preis des Landes

  • Kroki-Schule Krottendorf-Gaisfeld: Projekt „Kleidung mit Geschichte“. Die Kinder lernten, wo Kleidung herkommt, wie Lieferketten funktionieren und warum faire Arbeitsbedingungen wichtig sind. Partner: UBZ Graz, Carla, Weltladen Voitsberg.
  • UNESCO-Volksschule Eisteich: Thema Kakao und Schokolade. Die Schülerinnen und Schüler erforschten Anbau, Herstellung und fairen Handel. Sie spielten ein Theaterstück und arbeiteten mit Zotter, Südwind und der Caritas zusammen.
  • Praxisvolksschule PPH Augustinum: Schwerpunkt Wasser. Die Kinder lernten, warum Wasser lebenswichtig ist, und verglichen Österreich mit Ländern in Afrika. Workshops, Kurzfilm und Marktplatz unterstützten das Projekt.
  • MS Bruck an der Mur: Projekt „Was steckt in meiner Schokolade?“. Die Klasse untersuchte Herkunft, Siegel und Preise von Schokolade, besuchte eine Manufaktur und stellte selbst Schokolade her.
  • Gymnasium/ORG Ursulinen: Projekt „Abêlana – miteinander teilen“. Die Schule tauscht sich mit Kindern der San in Botswana aus. Die Jugendlichen erstellten Broschüren und kommunizierten auf Englisch per Video und WhatsApp.
  • BG/BRG Gleisdorf: Englisches Kinderbuch mit „Warum-Geschichten“. Die Schülerinnen und Schüler erklärten globale Themen wie Lieferketten und Ungleichheit kindgerecht.
  • BG/BRG Lichtenfels: Projekt „BRIDGE“. Die Klasse gestaltete einen zweisprachigen Kalender zu Österreich und Peru. Der Verkauf unterstützt die Organisation AufwindPeru.
  • BG/BRG/BORG HIB Liebenau: Podcast über den Bürgerkrieg im Sudan. Die Jugendlichen erklärten Hintergründe und die Situation der Bevölkerung. Ein zweiter Podcast folgt.
  • HTL Weiz (Medientechnik): Dokumentation „Tomorrow starts local“. Die Schülerinnen und Schüler zeigten nachhaltige Initiativen in Weiz, etwa zu Ernährung, Kleidung und Reparatur.
  • LBS Bad Radkersburg: Projekt „Scent of Solidarity“. Die Klasse gestaltete eine Ausstellung über nachhaltige Duft- und Kosmetikrohstoffe und präsentierte diese öffentlich.