Braucht die Steiermark einen politischen Kurswechsel? Ginge es nach Max Lercher, so schnell wie möglich. Der SPÖ-Chef fordert eine Politik, die wieder bei den Menschen ansetzt – mit leistbarer Energie, verlässlicher Gesundheitsversorgung und einer klaren Industrie- und Standortstrategie. Europa und Sicherheit sind für Lercher dabei keine Nebensache, sondern die Grundlage für Wohlstand und Stabilität im Land.

„Man kann in jeder Situation etwas machen – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ Mit dieser Haltung macht Max Lercher deutlich, wohin er die steirische Politik führen will. Im Zentrum steht ein politischer Kurswechsel in der Steiermark, der sich konsequent an der Lebensrealität der Steirerinnen und Steirer orientiert. Leistbare Energie, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, eine klare Industrie- und Standortstrategie sowie ein starkes Bekenntnis zu Europa und Sicherheit bilden die zentralen Leitlinien dieses Ansatzes.
Gesundheitsversorgung hat Vorrang
Beim Thema Gesundheitsversorgung in der Steiermark positioniert sich Lercher besonders klar. Die Sozialdemokratie fordert eine verbindliche Gesundheits-Garantie mit einer flächendeckenden 24/7-Akutversorgung. Scharf kritisiert er, dass FPÖ und Landeshauptmann Mario Kunasek aus seiner Sicht zentrale Wahlversprechen brechen. Angekündigte Kürzungen im Gesundheitsbereich wertet Lercher als falsche Prioritätensetzung. Für ihn steht fest: Eine funktionierende Gesundheitsversorgung ist die wichtigste öffentliche Aufgabe des Landes.
Energie Steiermark als Schlüsselbetrieb
In der Energiepolitik der Steiermark fordert Lercher einen klaren Kurs. Die Energie Steiermark müsse zu 100 Prozent in öffentlicher Hand bleiben. Nur vollständiges Eigentum sichere Unabhängigkeit und ermögliche es dem Land, Energiepreise aktiv zu gestalten. Gewinne aus der Energieversorgung sollen gezielt Haushalten, Betrieben und Gemeinden zugutekommen – etwa über den Steiermark-Fonds und den Steiermark-Tarif. Energie sei ein strategischer Schlüsselbetrieb für den Wirtschaftsstandort, die industrielle Transformation und den Erhalt von Arbeitsplätzen.
Wirtschaft braucht klare Standortstrategie
In der Wirtschafts- und Industriepolitik ortet Lercher ein unkoordiniertes Vorgehen von FPÖ und ÖVP. Einzelmaßnahmen reichten nicht aus, um die strukturellen Herausforderungen zu bewältigen. Notwendig sei eine klare Standortstrategie für die Steiermark, die Industrie, Mittelstand und Beschäftigte gleichermaßen in den Blick nimmt. Die Steiermark brauche wieder jenen Pioniergeist, der Innovation, Investitionen und nachhaltiges Wachstum ermöglicht.
Europa als Grundlage für Wohlstand
Ein zentrales Element des geforderten Kurswechsels ist für die SPÖ Steiermark eine klare pro-europäische Ausrichtung. Mit Blick auf Großprojekte wie die Koralmbahn plädiert er für eine intensive Zusammenarbeit mit den südlichen Nachbarregionen, insbesondere Slowenien und Italien. Europa sei weit mehr als ein Wirtschaftsraum – es sei die Grundlage für Sicherheit, Stabilität und Wohlstand, gerade für ein exportorientiertes Bundesland wie die Steiermark.
Sicherheit ist kein Selbstläufer
Abschließend betont Lercher, dass Sicherheit die Voraussetzung für Freiheit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt sei. Ein starkes Europa und ein stabiler Wohlstand seien nicht zum Nulltarif zu haben. Deshalb unterstützt er die Empfehlungen der Expertenkommission zum Grundwehrdienst und spricht sich für das 8+2-Modell aus. Ein leistungsfähiges Bundesheer und eine starke Miliz seien unverzichtbar. Lerchers Gegenentwurf zu autoritären Strömungen: Sicherheit nach außen durch Verteidigungsfähigkeit – und Sicherheit nach innen durch einen starken, gerechten Wohlfahrtsstaat.





