Frenetische Fans, internationale Stars und Weltklasse-Sport – und das mitten in Graz. Die Handball-Europameisterschaft ist für drei Spieltage in der Stadthalle zu Gast. Das sollte man gesehen haben.

Zum zweiten Mal nach 2010 ist eines der größten Handball-Sportereignisse der Welt in Graz zu Gast: Die EHF EURO. Und auch dieses Mal färben die Kroaten die steirische Landeshauptstadt in rot-weißes Karo. Einer der Gründe, warum man sich das Spektakel in der Grazer Stadthalle auf keinen Fall entgehen lassen sollte: Die Stimmung, wenn mehrere Tausend kroatische Fans ihre Mannschaft zum Sieg peitschen.

Das hat 2010 schon gut funktioniert – Kroatiens Stars gewannen alle drei Gruppenspiele und verloren schlussendlich erst im Finale gegen Frankreich – und war auch heuer zum Auftakt Trumpf. Im ersten Balkan-Duell gab es nach Halbzeit-Rückstand am Ende einen deutlichen Sieg gegen Montenegro.

Sensationelle Stimmung schon vor Anpfiff. Nach dem Spiel feierten die kroatischen Fans den Sieg.

Heiß hergehen könnte es vor allem zum Abschluss der Gruppenphase in Graz, wenn am 13. Jänner um 20.30 Uhr Serbien und Kroatien aufeinandertreffen. Und das, obwohl das Balkan-Duell voraussichtlich sportlich keine Auswirkungen mehr haben wird – Serbien verlor zum Auftakt gegen Weißrussland.

Es ist schon ein ganz besonderes Flair, wenn in und um die Stadthalle die Fans aus Kroatien, Montenegro, Serbien und Weißrussland in Trikots ihrer Mannschaften die Spieler feiern. Auch wenn Österreich in Wien spielt, eine Mannschaft zum Daumendrücken findet sich bestimmt auch in Graz. Seien es die Stars aus Kroatien, die Underdogs aus Montenegro und Serbien oder der Kandidat für eine Überraschung, Weißrussland.

Die Stars in Graz

Apropos Stars: Die hat vor allem das kroatische Nationalteam zu bieten. Etwa den Welthandballer von 2013, Domagoj Duvnjak oder Barcelona-Star Luka Cindric. Vielleicht ist aber gerade in Graz die Zeit für neue Stars gekommen, etwa für Weißrusslands Keeper Viachaslau Saldatsenka, der Serbien im Auftaktspiel zur Verzweiflung brachte, 29 Prozent der Würfe aufs Tor halten konnte und vor allem auch drei Siebenmeter entschärfte. Oder seinen Landsmann Artsem Karalek, der im ersten Spiel neun Mal traf.

Einer der Stars in Graz: Kroatiens Luka Cindric.

Wer die Stimmung einer Handball-Europameisterschaft zusammen mit 5.000 begeisterten Fans live in der Stadthalle Graz erleben möchte, hat noch zweimal die Chance dazu: Am Samstag, dem 11., und Montag, dem 13. Jänner. Die letzten Tickets gibt es unter oeticket.com.